Alle Artikel in: Audio

Upgrade im Lockdown

Vinyl war meine Eintrittskarte zur Musik. Ich war zehn Jahre alt als 1974 die erste Platte der Puhdys erschien. Keine Ahnung, wie sie dann zu mir kam. Habe ich sie geschenkt bekommen oder habe ich sie mir selber gekauft? Das geht jetzt ins Spekulative 😉 Ich erinnere mich aber daran, dass ich sie immer wieder nach der Schule aufgelegt habe. Oft war ich noch vor meinen Schwestern und Eltern zu Hause und so konnte ich ein bisschen lauter machen. Mit dem Älterwerden kamen weitere Platten dazu: DDR-Rock, Jazz und Blues und immer wieder mal eine „Lizenz-Pressung“ wie bspw. „Highway to Hell“ von AC/DC. Mit dem ersten eigenen Geld während meiner Ausbildung habe ich die ersten originalen Pressungen von Genesis erstanden, für 100 Mark der DDR (pro Platte!!!) über einen in der DDR illegalen Tauschring. Irgendwann, ca. 20 Jahre später wurde Vinyl von der CD abgelöst. Besserer Klang, Langlebigkeit, kein Kratzen und Knistern mehr! Das waren die Versprechen. Dann wurde MP3 erfunden. Lange Zeit konkurrierend mit der MiniDisc – erinnert sich noch jemand an die? Und …

Black is beautiful – FiiO A5

Ganz schön edel kommt er daher, der portable Kopfhörerverstärker A5 von FiiO. Das Design ist ansprechend mit matter Oberfläche, wahlweise in Anthrazit oder Schwarz ist er etwas kleiner als ein Smartphone. Die klare Aufteilung der Anschlüsse und Schalter ermöglicht die Einhandbedienung in der Tasche – aber wer will dieses wertig verarbeitete Stück schon verstecken… FiiO hat sehr gute Komponenten verbaut die eine Klangverstärkung auf sehr hohem Niveau garantieren. Die Testergebnisse sind überragend. Ein weiterer Geniestreich aus dem Hause FiiO! So wollte ich ihn auch in Szene setzen, schlicht und auf das Wesentliche reduziert. Mattschwarz auf einer reflektierenden schwarzen Oberfläche. Ein paar Streif- und Spitzlichter, mehr braucht es nicht. Der leuchtend rote Ring am zentralen Element, dem Lautstärkeregler zieht den Blick auf sich… Der A5 ist universell einsetzbar, überall dort wo ein Audiosignal für in ears oder over ears verstärkt werden soll wie bspw. an Handys. Das Ausgangssignal kann qualitativ aber nie besser werden als das Eingangssignal. Wenn man nun den A5 anstelle von einem Handy mit einem Hi-Res Player wie dem FiiO X1 II kombiniert und MP3 mit geringer Auflösung durch verlustfreie …

Kate Bush – Before The Dawn (2016)

Stephan Rehm schrieb am 25.6.2016 im Musikexpress: „Die Wege der Herrin sind unergründlich: Nach 35 Jahren der Live-Abstinenz kündigte Kate Bush im März 2014 an, wieder auf die Bühne gehen zu wollen. Manchen Quellen zufolge waren die 22 Shows im Londoner Hammersmith Apollo innerhalb von nur sieben Minuten ausverkauft. Die glücklichen Besucher bekamen ein audiovisuelles Ereignis geboten, das die Grenzen der Idee eines Konzerts verschob. Neben Tänzern und Puppenspielern beinhaltete dies Gedichte schießende Kanonen und das Pfählen eines Konzertflügels. Viel zu gut, um Musical zu sein. Umso verwunderlicher – aber was wundert einen bei der Queen of Artpop schon noch? –, dass diese Abende nun lediglich als Live-­Album verewigt werden.“ Kate Bush? Da war doch noch was! Vor kurzem fiel mir die CD „50 Words For Snow“ in die Hände. Unsere Bücherei hat sie aussortiert und gegen Spende an den interessierten Kunden weitergegeben… (der wurde schnell gefunden, CD´s sind immer noch das Nonplusultra bei der Musikkonservierung) So war ich froh über diesen Fund und habe die Gelegenheit genutzt ein bisschen über K.B. zu recherchieren. 2011 – Directors Cut …

MusicBee – Neue Bienen braucht das Land!

Jahrelang hatte ich iTunes zum Verwalten meiner Musiksammlung im Einsatz. Eine gute Software, keine Frage! Sie hatte alle wichtigen Funktionen, die man zum komfortablen Verwalten großer Musiksammlungen brauchte. Vor allem die unterschiedlichen Möglichkeiten zum Sortieren der Alben haben mir gefallen! Die Sammlung war auf einer externen Festplatte untergebracht, iTunes mit Datenbank auf dem Rechner installiert. Die Anzahl unserer Computer wurde größer, Bilder von Handys wollten gesichert werden, der Einsatz eines NAS („network attached storage“ oder „Speicher mit Netzwerkanschluss“) wurde notwendig! Damit war es jedoch auch nötig, neben der Musiksammlung auch die iTunes-Datenbank auf das NAS auzulagern da ich von allen Geräten (PC, Laptops) über iTunes auf die Musik zugreifen wollte. Die Programme (iTunes) blieben auf den Rechnern. Am Anfang funktionierte diese Kombination sehr gut – egal an welchem Rechner ich im Netzwerk arbeitete, iTunes griff von überall auf die gleiche Datenbank zu, die Musikauswahl und der Komfort waren gesichert! Ich konnte von jedem Rechner Musik hinzufügen und auch hören! Nun vergrößern sich Sammlungen leider ebenso wie kommerzielle Programme! iTunes hatte inzwischen eine Datenbank von enormer Größe zu bändigen. Und mit jedem Update …

Hörbücher (und Hörspiele) – 2017

Der Rückblick auf ein wundervolles Jahr voller spannender Momente und Faszination, mit Gänsehaut und Rührung und lautem Lachen inmitten vom Stau auf der Autobahn und unbedingtem Weiterhören obwohl das Ziel längst erreicht ist. Ich bin verrückt nach Hörbüchern und lausche ihnen am liebsten beim Autofahren! Und ich fahre fast jeden Tag sehr, sehr weit… Zugegeben, in meinem Rückblick für 2016 hatte ich einiges mehr vorzuweisen – das ist in jedem Fall ein gutes Zeichen für die Umwelt, da ich nicht so viel fahren musste. Aber ich hatte dieses Jahr auch ein paar wirkliche Wälzer dabei, die mich lange beschäftigt haben. Ken Follets dreiteilige Jahrhundertsaga mit insgesamt 36 CD´s war schon eine Herausforderung! Ich hatte über „Sturz der Titanen“ und „Winter der Welt“ berichtet! „Kinder der Freiheit“, das dritte Buch der Trilogie hat mich persönlich nicht mehr wirklich gefesselt, da war irgendwie „die Luft raus“ wie man so sagt. Die Gründe mögen vielfältig sein, da darf sich jeder sein eigenes Urteil erlauben! Hörenswert und eine großartige Geschichtslektion  waren die Bücher allemal. Unglaublich berührend fand ich „Eddies Bastard“ von William Kowalski und „Am Ende bleiben …

Yes – Tales from Topographic Oceans

Erscheinungsdatum war der 7. Dezember 1973 – Als man Musik noch in die Hand nehmen konnte, ich meine die Zeit als Tonträger noch LP hießen, war es immer ein ganz besonderer Moment, ein Doppelalbum in den Händen zu halten. Es war viel schwerer als ein normales Album und die Außen- und die Innenseite ergaben oft ein zusammenhängendes Bild. Ehrfürchtig war der Moment des ersten Öffnens. Manche Platten waren auch als Alben gestaltet mit nur einer LP. Vielleicht kommt auch daher die Bezeichnung „Album“? Man hielt ein Bild in den Händen von über 60 x 30cm , 1A Druck mit jeder Menge Musik darin! Ich habe es geliebt. Vinyl hatte (und hat) eine Spielzeit von ca. 25min je Seite. Und jetzt kommt ein Album mit vier(!) Stücken auf vier Albumseiten – Ich habe das Album Ende der Siebziger zum ersten mal gehört. Es war neu, ungewohnt und ich war 15 oder 16 Jahre alt und „geflasht“, wie man heute sagen würde. Dieses Hörerlebnis hat meinen Musikgeschmack entscheidend geprägt. Dieses Album ist genial und zeitlos! Nebenbei habe ich nach einem Audioplayer gesucht, der …