Wichtigste Erkenntnis unserer „Westbahnhofrunde“ im März: Die Tage werden spürbar länger, die Sonne steigt mit jeder Woche höher, und das erste frische Grün beginnt in satten Tönen zu leuchten. Am Wegesrand blühen die ersten Veilchen. Vögel zwitschern aus den Bäumen – Frühling liegt in der Luft. Die Natur ist aus dem Winterschlaf erwacht!

Hinten bei der Bank ist mein zweiter Spot (ihr seht ihn weiter unten) an dem wir immer als erstes vorbeikommen. Er ist einfach zu merken, da direkt vor der Bank mit Blickrichtung über Geislingen. Ich fand dieses Licht beeindruckend. Das Grün leuchtet und die flach stehende Sonne blinzelt durch die Äste und wirft schon lange Schatten.

Und fast an dem gesamten Weg findet man diese wild wachsenden Veilchen. Die hier hatten es mir besonders angetan. Es waren die wenigen Pflanzen, die direkt von der Sonne angestrahlt wurden.

Der Blick von der Bank (wie oben erwähnt) Richtung Osten, über Geislingen. Die zwei Masten der Bahnanlage dienen mir als Orientierung. Beim Maß nehmen rumpelte dann der Güterzug heran. Überhaupt war heute viel los auf der Strecke. Der hier kommt von Ulm und fährt Richtung Stuttgart, fährt also bergab über die Geislinger Steige. In der entgegengesetzten Richtung, also von Stuttgart kommend Richtung Ulm bzw. München werden die ganz schweren Güterzüge hier unten mit einer zusätzlichen Schublock ausgestattet, um den steilen Anstieg auf die Albhochfläche zu schaffen.

So wie dieser hier. Der ratterte vorbei als ich Maß genommen hatte für den Blick über den Haltepunkt (Bahnhof wäre übertrieben). Bei jedem Zwischenraum zwischen den Waggons blitzte beim vorbeifahren die Sonne kurz auf. Sie stand inzwischen hinter dem Güterzug. Es ist so, dass du kurz vor dem Ereignis auslösen musst um über die Verzögerung der Kamera dann auch zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Das hier finde ich gar nicht so schlecht. Und als der Zug durch war hat sich eine einsame Lok auf den Weg gemacht um beim Albaufstieg zu helfen.
Ich habe mal nachgeschaut was da so an Gewicht bewegt wird: So ein Kesselwagen hat ein Eigengewicht von knapp 24t und eine Zuladung von knapp 70t. Ein Kesselwagen voll beladen wiegt gigantische 90 Tonnen. Ein Güterzug darf bis zu 740m lang sein. Ein Kesselwagen hat eine Länge von 18m was bedeutet, dass ca. 40 Wagen gereiht werden könnten. Voll beladen wären das 3.600 Tonnen, die die Steige hochgeschoben werden würden – was für ein irres Gewicht!
Gewichtige Grüße und bis zum nächste Mal!





Na da hast du ja exakt den richtigen Augenblick getroffen. Interessanter Fakt zum Kesselwagen, da macht man sich eigentlich ja nie Gedanken drüber. Aber ich kann mich erinnern, dass wir als Kinder am Tälesbahnhof immer Waggons hin und hergeschoben haben, die waren aber weitaus kleiner.
Definitiv einer der interessantesten 12tel Blicke dieses Jahr. Das Licht find‘ ich atemberaubend. Sowohl am Bahnsteig als .. genau zwischen den Waggons. Super Bilder!
GLG aus Wien
Susanne