Finale. Zwölf Monate, zwölf Bilder – immer vom gleichen Standpunkt aus fotografiert. Ein Jahr lang bin ich immer wieder an diesen Ort zurückgekehrt, mit der Kamera in der Hand und mit der Erwartung, dass sich etwas verändert hat. Und doch war jedes Wiedersehen anders.
Wie in den vergangenen Jahren zeige ich euch heute die Zusammenfassung meines 12tel-Blicks. Für beide Motive habe ich jeweils eine Galerie angelegt, in der alle zwölf Aufnahmen zusammenkommen. Öffnet ihr die Galerien, könnt ihr euch durch die Monate bewegen – vom ersten Licht des Jahres bis zu den stillen Tagen im Dezember.
Entstanden sind die Bilder bei Spaziergängen, meist in den Nachmittagsstunden. Neben den sichtbaren Veränderungen in der Natur hat mich in diesem Jahr vor allem das Licht begleitet. Es wurde kürzer, flacher, zurückhaltender. Manchmal schien es, als würde der Ort selbst leiser werden.
Während der Blick auf das Motiv konstant blieb, habe ich gemerkt, dass ich selbst nicht jeden Monat derselbe war. Die Spaziergänge fanden in unterschiedlichen Stimmungen statt – aufmerksam, gedankenverloren, manchmal fast beiläufig. Rückblickend erzählen die Bilder deshalb nicht nur vom Ort, sondern auch von den Momenten, in denen sie entstanden sind.
Nicht jeder Besuch brachte ein Bild, das sich besonders anfühlte. Manchmal wirkte alles gleich, unspektakulär, beinahe beliebig. Gerade dieses Wiederkommen ohne Garantie auf ein Ergebnis hat den Reiz des Projekts ausgemacht. Der 12tel-Blick hat Geduld eingefordert – und ein Aushalten des Unscheinbaren.
Der Dezember setzt keinen Höhepunkt, sondern einen Schlusspunkt. Das Licht ist knapp, die Farben reduziert, vieles zieht sich zurück. Vielleicht ist genau das der passende Abschluss für diese Serie: kein lautes Finale, sondern ein leises Ausatmen.
Der 12tel-Blick war für mich mehr als ein fotografisches Projekt. Er war ein stiller Begleiter durchs Jahr, eine Einladung zum Innehalten und genaueren Hinsehen. Jetzt, am Ende, bleibt das Gefühl eines abgeschlossenen Kreises – und der Nachklang eines Ortes, den ich besser kennengelernt habe, indem ich ihn immer wieder besucht habe und immer in Begleitung meiner lieben Frau.
Danke für eure Begleitung und eure vielen Kommentare!
Und für für das nächste Jahr wünsche ich uns allen Augenblicke zum Innehalten, Verweilen und genauerem Hinsehen
Macht´s gut

Hallo Tom,
wie immer tolle Bilder, vor allem auch dein Status in Whatsapp. Da sind ja wirklich viele Highlights dabei.
Sehr sehr schön.
Gruß Jürgen