Alle Artikel mit dem Schlagwort: fotoprojekt

12tel Blick – November 2018

Donnerstag, 29. November, 7.30 Uhr. Der Blick nach draußen ist trüb. Nebel liegt über der Fünftälerstadt! 10 Minuten später sehe ich, dass er sich lichtet. Um 8 Uhr habe ich meine Kamera eingepackt und mache mich auf den Weg. Um 8.30 Uhr bin ich an meinem Aussichtspunkt und der Nebel hat sich fast vollständig verzogen. Die Sonne taucht hinter dem Helfenstein auf und hüllt die Hochfläche der Schwäbischen Alb und alles was sich dort oben befindet in warmes Sonnenlicht. Ein kalter Ostwind bläst die letzten Nebelschleier davon und der blaue Himmel lässt sich blicken! – Nicht lang! Die wärmende Sonne lässt über dem kalten, feuchten Boden bald wieder Nebel aufsteigen und taucht die Stadt wieder in trübes Licht. Nach einer Stunde ist das Spektakel vorbei! Und als nächstes dann das Finale dieser Serie! 12tel Blick, das Projekt von Tabea Heinicker wird fortgeführt von Eva Fuchs.

12tel Blick – September 2018

29. September 2018 früher Abend. Die Sonne taucht nun deutlich früher hinter der Albhochfläche ab. Ihr Verlauf ist viel flacher und endet nicht mehr exakt im Westen wie im Juni. Der Winter erobert schon die Nacht. Es ist Herbst, unverkennbar! Das Blättergrün verfärbt sich zu gelb, orange und rot und lichtet sich deutlich. Der Jahreskreis dreht sich weiter. Vielen Dank für Eure Anteilnahme am Tod meiner Mutter! Das hat mich sehr berührt! Inzwischen ist einige Zeit vergangen aber greifbar ist das für mich noch nicht. Das Leben geht weiter! Der Oktober steht unmittelbar bevor und mit ihm jede Menge Veränderungen in unserer Familie. Studium, Abitur, neues Projekt und neuer Job. Da ist man froh über jede Konstante im Leben. Wie bspw. morgen Mittag das „Herbstgrillen“ mit lieben Freunden. Das Erste fand 2005 statt, vor nunmehr 13 Jahren. Unsere Kinder waren noch klein bis sehr klein. Inzwischen begleiten sie uns nicht mehr zu dem Event, gehen ihre eigenen Wege. Umso mehr Zeit bleibt für die Gründungsmütter und -Väter wieder einmal die Ereignisse, den unglaublichen Sommer, den Urlaub, das Erlebte, die kleinen …

12tel Blick – August 2018

31. August 2018 morgens… Ein unglaublich langer, farbenfroher und sonniger Sommer geht merklich seinem Ende entgegen. So wie heute Nacht ein langes, erfülltes und glückliches Leben zu Ende gegangen ist! Den Juli-Blick hast Du noch kommentiert, mein liebes Mütterchen, für den August-Blick blieb Dir leider keine Zeit mehr! Nach den farbenfrohen Bildern der letzten Monate ist dieses eher trostlos. Am Himmel graue Regenwolken, die Bäume verlieren schon das Laub, das Gras ist braun und vertrocknet. Abschied macht sich breit! Und doch strahlen die grünen und gelben Früchte Zuversicht aus und Vorfreude auf einen goldenen Oktober und eine reiche Ernte… Dieses große Glück, diese Zuversicht und Vorfreude waren Teile von Dir. Ganz intensiv durften wir das bei Deinem achtzigsten Geburtstag im letzten Mai erleben, den Du im Kreise deiner großen Familie, Deiner Kinder, Enkel und Urenkel und Deiner Freunde über alle Generationen und Altersgruppen hinweg gefeiert hast. An dem Tag habe ich dieses Foto von dir gemacht. Ich danke dir für alles, was du mir gegeben hast! An dieser Stelle jedoch ganz besonders für die Naturverbundenheit, ohne die meine Bilder nicht …

12tel Blick – Juli 2018

31. Juli 2018, 20.30 Uhr, die Sonne steht tief im Westen, das Thermometer zeigt 32°C, ein unglaublicher Sommer ist das dieses Jahr! Wieder habe ich bis zuletzt gewartet, die letzte Gelegenheit sozusagen und bin wieder nicht enttäuscht worden. Ich habe dieses Mal meinen Sohn mitgenommen. Er hat ein paar Runden mit unserer Drohne gedreht. Leider hatten wir die GoPro vergessen, sonst hätte es im Juli noch ein paar Luftbilder gegeben. Vielleicht das nächste Mal, ganz sicher aber von unserem Urlaub! Ich genieße diese Zeit! Die Kinder haben endlich Ferien, der Urlaub steht kurz bevor, ein großes Sommerfest mit unseren Freunden liegt ein paar Tage zurück und beruflich gibt es nun auch eine Veränderung, auf die ich mich sehr freue! Sogar der Katze geht es wieder besser… Alles in allem: Das Leben ist schön!       12tel Blick, das Projekt von Tabea Heinicker wird fortgeführt von Eva Fuchs.

12tel Blick – Juni 2018

Im Juni ist mein „12tel Blick“ wirklich in allerletzter Minute entstanden. Am 30. Juni abends, nach Sonnenuntergang. Dieses Bild hatte ich schon den ganzen Monat im Kopf. Oft war auch das Wetter so, dass es umsetzbar gewesen wäre. Genau so oft war ich am Abend aber auch froh, nicht noch mal loziehen zu müssen. Der Juni hatte es mit Aufgaben und Terminen wirklich in sich. Ich wollte das letzte Licht des Tages einfangen, den letzten Schimmer am Horizont. Als Reminiszenz an die Sommersonnenwende, dem längsten Tag im Jahr, Johanni mit seinen vielen Feuern auf den Bergen aber auch als logische Folge des Mai-Blicks! Also bin ich losgezogen, mit dem Auto bis zum Westbahnhof in Geislingen und dann weiter zu Fuss. Die Aufnahmen waren bald im Kasten, mal mit längerer, mal mit kürzerer Belichtungszeit. Am Ende habe ich mich für 10sek bei Blende 11 entschieden. Später habe ich noch ein paar Lightpaintings gemacht. Die Kamera in der Wiese, Belichtungszeit 30sek und dann mit dem externen Blitz die Bäume aufgehellt. Vielleicht ein andermal mehr davon! Auf dem …

12tel Blick – März 2018

Es ist Karfreitag, der 30. März 2018! Wenn ich in den März zurückblicke sehe ich hauptsächlich grauen Himmel, Temperaturen um den Gefrierpunkt und ein ganz zaghaftes Frühlingserwachen. Vor gut einer Woche war Frühlingsanfang mit einem kurzen Sonnenintermezzo, der Winter aber hat in diesem Jahr nicht wirklich Lust das Feld zu räumen – oder doch? In meiner Serie „12tel Blick“, dem Projekt von Tabea Heinicker habe ich mir in diesem Monat Zeit bis zum letzten Tag gelassen. Das Osterfest steht kurz bevor. Es kündet vom Ende und vom Neuanfang – und wenn ich meine Bilder von heute Morgen so anschaue fällt mir unvermittelt der Monolog des Dr. Faust ein, der Osterspaziergang: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Im Tale grünet Hoffnungs-Glück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück. Von dort her sendet er, fliehend, nur Ohnmächtige Schauer körnigen Eises In Streifen über die grünende Flur; Aber die Sonne duldet kein Weißes, Überall regt sich Bildung und Streben, Alles will sie mit Farben beleben; Doch an Blumen fehlt’s im Revier, Sie nimmt geputzte Menschen …

sculptures of smoke – Meditation am Set

Vergänglichkeit, Ästhetik, Skulpturen, das Unsichtbare sichtbar machen… sind Begriffe, die mir zu diesen Bildern in den Sinn kommen! Sie sind Teil eines Low-Budget-Fotografietrainings im besten Sinne des Wortes: Schwarzer Hintergrund, Indische Räucherstäbchen und einen Systemblitz – mehr braucht es nicht dafür! Das Set ist schnell aufgebaut, am besten in einem zugluftfreien Raum. Rauchmelder im Raum sollten demontiert oder abgedeckt werden. Mein Set stand direkt unter einem… Das Räucherstäbchen wird ca. 1m vor den Hintergrund positioniert, die Kamera wenn möglich auch aufs Stativ. Den Abstand bestimmt die Objektivbrennweite. Der Blitz wird 90°zur Kamera positioniert. Später habe ich das auf ca. 100° korrigiert, da das Blitzlicht den Hintergrund gestreift hat. Den Blitz habe ich mit einer Fernsteuerung angesteuert. Das geht aber genau so gut über den Kamerablitz und die Slave-Funktion. Ich habe komplett im manuellen Modus gearbeitet. Mit ISO200 und f/8,0 für einen angemessenen Schärfentiefenbereich. Mit ein paar Probeaufnahmen habe ich mich an die passende Blitzleistung herangetastet. Am Ende hatte ich die volle Leistung zugunsten einer mittleren Blende.  Die Kamera war fest auf einem Stativ montiert so dass ich nur einmal manuell auf das Räucherstäbchen fokussieren musste. …

12tel Blick – Januar 2017

Das ist er nun, mein Blickwinkel für dieses Jahr! 12 mal in einem Jahr ein Bild mit genau dieser Perspektive, mit genau diesem Bildausschnitt! Ich musste ein bisschen überlegen, hatte verschiedene Ansätze probiert (im Garten, auf der Terrasse…) und war mir sicher, was ich im Bild sehen wollte: viel Himmel, die Hänge des Albtraufs, Wald der sich im Jahreslauf verändert, eine kleine Ansicht meiner Heimatstadt – ist alles drauf, kann losgehen… Schon das Finden eines passenden Motives ist mit den Gedanken verbunden, wie es sich im laufe des Jahres verändert. Ich bin wirklich gespannt, ob mein Motiv hält was ich mir von ihm verspreche. Andy, meine liebe Frau, hat mich auf dieses Projekt von Tabea Heinicker aufmerksam gemacht. Das könnte doch etwas für dich sein, meinte sie und ich bin ihr für den Tip wirklich dankbar! Das Projekt läuft schon über viele Jahre bei Tabea und man kann wirklich interessante Arbeiten und Perspektiven bei ihr und den Teilnehmerinnen sehen! Bleibt gespannt, elf Bilder folgen noch!