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12tel Blick – Dezember 2017

 28.12.2017. Das Dutzend ist voll! Noch einmal hinauf zum Helfenstein! Noch einmal eisigen Wind um die Nase wehen lassen, so wie vor knapp einem Jahr als das hier für mich begann. Am 25.12. war der Himmel blau und der Text wäre ein anderer geworden… Egal, ich liebe diese spontanen Touren hier hinauf. Andy begleitet mich heute. Sie hat mir das alles „eingebrockt“! Ich bin ihr sooo dankbar! Der Kreis schließt sich. Was für ein schönes Projekt. Danke auch an dich, liebe Tabea, für dein Durchhaltevermögen und dass du uns das ermöglichst, den Austausch und die Beschäftigung mit einem Ort und seinem Wandel über das Jahr. Bevor ich diese letzten Bilder hier oben mache schließe ich kurz die Augen – 11 Blicke ziehen vorüber, die Situationen, die Umstände, die Eile manchmal und manchmal der Genuss mit dem ich hier oben stand – es war sehr bereichernd für mich und ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß wie ich beim Anschauen der Fotos! Wir sehen uns wieder! Versprochen!

12tel Blick – November 2017

 Sonntag, der 26.11.2017, vier Wochen vor Weihnachten fällt der erste Schnee! Am Tag vorher saßen wir noch bei unwirklichen 12°C mit lieben Freunden beim Glühwein – nun also doch die Wende? Hier kommt mein vorletzter „Blick“ in diesem Jahr für das Projekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Der Kreis schließt sich, könnte man meinen, bei einem Blick auf das Januar-Bild. Der Wechsel der Jahrezeiten passiert – einfach so! Darauf kann man sich verlassen! Die meisten Leute sagen, es ist ein Jahreszeitenkreis. Mag ja sein, aber wenn man es genau betrachtet ist es ein Schwingen! So wie die Schwingungen einer bestimmten Frequenz. Es gibt eine Nulllage, einen oberen Wendepunkt, einen unteren Wendepunkt und dann wieder zurück zur Nulllage. Die ist aber inzwischen auf der Zeitachse viel weiter gewandert. Und so ist es doch im Lauf der Jahrezeiten auch! Wir kommen wieder zurück zum Winter aber der Ort hat sich verändert, ist nicht mehr der Gleiche. Nein, ich bin nicht verrückt geworden und auch nicht unter die Philosophen gegangen – inspiriert wurde ich zu diesen Gedanken über Physik …

12tel Blick – Oktober 2017

Genau drei Wochen sind vorbei, seit dem September-Blick. Den Oktober-Blick habe ich aufgenommen am 18. Oktober um 7.52Uhr für das Projekt „12tel Blick“  von Tabea Heinicker. Der Herbst zeigt sich von seiner allerbesten Seite und in ein oder zwei Tagen werden das das sonnige Wetter und die fast sommerlichen Temperaturen wohl vorbei sein, wenn man dem Wetterbericht glauben darf. Dann ist auch noch genug Zeit für ein Regenbild… Die Idee für dieses Bild war, einen Sonnenaufgang einzufangen. Die sind zur Zeit grandios und dank dem fortgeschrittenen Jahr auch zu einer Zeit, wo man sie auf dem Weg zur Arbeit erleben kann! Der Wechsel von einer blassen Nebellandschaft hin zu einer im flachen Sonnenlicht knallbunten Herbstkulisse mit schon fast kitschigem blauen Himmel ist atemberaubend und immer wieder faszinierend. Ich hatte keinen genauen Plan und keine Vorstellung, wie ich das von meinem „Schaufenster“ aus umsetzen könnte. Also habe ich mich aufgestellt, ein paar Bilder gemacht und gewartet. Schwierig fand ich auch die Tatsache, dass die Sonne hinter mir aufgehen würde, meine Blickrichtung geht hier fast genau Richtung Westen. Die Sonne …

Milna – Insel Brač, Kroatien

An diesem Abend wollten wir essen gehen. Ein Restaurant am Meer mit schönem Blick auf den Sonnenuntergang – eine Herausforderung, die Dank GoogleMaps nicht wirklich eine Herausforderung war! Sogar Fotos der Gerichte von der Speisekarte waren dort zu finden… Unsere Wahl viel auf das „Restoran Fontana„! Schöner Freisitz, gutes Essen, nette Bedienung – alles was wir uns gewünscht hatten! Bloß mit dem Sonnenuntergang am Tisch war das so eine Sache. Ich habe ihn einfach verpasst! Nach dem Essen sind wir gemütlich am Pier entlanggelaufen. Der war voll mit teuren Booten und gut gelaunten Menschen. Aus den Bars drang Musik und aus den Konobas duftete es herrlich nach Gegrilltem – irgendwie spüre ich das noch ganz genau, wenn ich die Bilder ansehe…

Ložišća – Insel Brač, Kroatien

Diesen malerischen Ort haben wir zufällig gefunden als wir von unserem Urlaubsort im Norden von Brac in den Westen gefahren sind, nach Milna. Die Straße führte von der Küste ins Inselinnere um später wieder an die Küste zu gelangen. Eine enge Straße, die sich zwischen den Hügeln hinauf wand – wirklich schnell konnte man hier nicht fahren, wozu auch… Die Sonne stand schon relativ flach, was die Landschaft in ein warmes Licht mit langen Schatten tauchte. Wir freuten uns auf unser Abendessen und den Besuch in Mirca. Und dann tauchte sie auf – hinter einer langen Kurve… Als erstes sahen wir diesen außergewöhnlichen Kirchturm und gleich danach den schönen Ort, der sich rechts und links die Hänge hinauf zog, klein und malerisch. Ich wollte anhalten und fotografieren fand aber keinen geeigneten Platz, bis auf einen. An dem fuhr ich vorbei in der Hoffnung näher dran noch einen besseren zu finden. Gab aber keinen besseren… Die Durchfahrt durch den Ort war abenteuerlich. Nahe beim Kirchturm war die Strasse auf 500m Länge so eng, dass nur eine Richtung …

12tel Blick – September 2017

Den 9ten Blick habe ich am 27. September gegen 11.30Uhr aufgenommen, 6 Wochen nach dem August-Blick. Nun sind es nur noch drei der 12 Blicke, dem Projekt von Tabea Heinicker. Regen wäre mal ein klasse Motiv gewesen und so habe ich lange gewartet. Regen gab es viel, doch entweder war er ungeeignet oder ich hatte anderes zu tun, als zum Helfenstein zu fahren. Langsam wurde die Zeit knapp und das Wetter immer besser. Also wieder ein Bild mit Sonnenschein 😉 – Regenbilder kommen sicher auch noch. Den Fototermin konnte ich mit einer Geschäftsreise verbinden und eigentlich habe ich mich erst im letzten Moment entschieden, für das Bild einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen. Ich hatte es eher für die Heimfahrt eingeplant, mit dem schönen Licht am späten Nachmittag. Fasziniert hat mich die Kombination aus klarem Himmel und leichtem Dunst über der Stadt, dem ersten Vorboten der Herbstnebel. – Der Herbst kommt, das ist unübersehbar! Das Laub färbt sich bunt, Zwetschgenkuchen und Kürbissuppe schmecken, der Morgen ist frisch und der Abend kommt immer früher… Mit diesem tollen Wetter gerne noch eine …

Perspektivenwechsel – Geislingen schaut auf seine Aussichtspunkte!

Geislingen an der Steige… mit ihren fünf Tälern am Fuß der Schwäbischen Alb bietet meine Heimatstadt – fast ein bisschen eitel – jede Menge Aussichtspunkte auf sich. In meinem 12tel Blick würdige ich einen von ihnen im Besonderen, den Blick vom Helfenstein mit Teilen der Burgruine! Weitere interessante Blicke auf die Stadt gibt es vom Ödenturm, dem Ostlandkreuz, vom Tegelberg oder Michelsberg. Jeder ist besonders und zeigt eine andere Seite der Stadt. Unzählige weitere schöne Perspektiven finden sich auf  Wanderungen über Panoramawege oder am Albtrauf entlang, egal bei welchem Wetter. Aber wie sehen diese Aussichtspunkte aus der entgegengesetzten Richtung aus? Die Perspektive direkt aus der Stadt kennt jeder Geislinger und manche Besucher. Den Helfenstein überm Bahnhof oder das Ostlandkreuz  über der WMF. Wir sehen es täglich! Also habe ich die Perspektive verändert und bin in der Mitte der Stadt, im Stadtpark mit einer Drohne aufgestiegen und habe versucht, ein paar neue Perspektiven zu finden! Unterstütz wurde ich dabei tatkräftig von meinen Freunden bei „Zwiebel Studios„.

12tel Blick – August 2017

Am 7. August habe ich die Nr. 8 der 12 Blicke aufgenommen, dem Projekt von Tabea Heinicker. Ein Sonnenuntergang sollte es sein! Und eigentlich ist August schon zu spät dafür. Die Sonne steht schon wieder viel flacher und „taucht“ schon viel eher unter. Das heißt sie verschwindet hier hinterm Michelsberg. Zur Sommersonnenwende schafft sie es tatsächlich im oberen Filstal unterzugehen, eher Richtung Stuttgart. Das ist der Einschnitt weiter rechts im Bild. In unserer Fünftäler-Stadt (Geislingen besteht wirklich aus fünf Tälern!) gibt es drei wichtige Berge: den Michelsberg, den Tegelberg und den Helfenstein. Mein „12tel Blick“ nehme ich in diesem Jahr vom Helfenstein Richtung Westen auf. Langsam mache ich mir auch Gedanken für den 12tel Blick im nächsten Jahr. Vielleicht wird es ja dann einer dieser Berge mit einem anderen Blick über Geislingen. Den schönen Sonnenuntergang habe ich an diesem Abend nicht allein genossen. Einige Geislinger haben es sich gemütlich gemacht beim Picknick mit Pizza vom Italiener, Antipasti und Wein – keine schlechte Idee, die ich gern mitnehme.

The Divine Comedy – Kulturarena Jena 26. Juli 2017

Im letzten Sommer haben wir in einer Londoner Buchhandlung „The Divine Comedy“ zum ersten mal gehört. Das Album „Foreverland“ war gerade erschienen, der Buchhändler hatte es aufgelegt um die Kunden zu unterhalten. Ich kannte die Band bis dahin nicht. Mir hat die Musik ausnehmend gut gefallen und irgendwie passte sie auch richtig gut ins Ambiente dieses Ladens mit seiner Stille und dem Geruch nach neuen Büchern. Sie ist ein bisschen intellektuell aber nicht zu verkopft und irgendwie voller Witz und Ironie – einfach großartig und ganz leicht zu hören aber auch kein Mainstream. Der Verkäufer freute sich sehr über die Frage meiner Frau nach der jetzt gerade laufenden Musik und erklärte uns wortreich alles, was er dazu wusste. Verstanden habe ich davon leider nur Fragmente – egal, wir hatten den Namen! Seit dem begleiten uns „The Divine Comedy“, vornehmlich Abends und fast immer mit einem guten Rotwein! Der zweite Zufall ereignete sich im April als Andy eher zufällig auf die Konzerte der Band in Deutschland stieß. Kassel und Jena standen zur Auswahl – wir haben uns …

Einfach nur schön…

Heute war Flohmarkt in der Stadt! Ich suche schon längst nicht mehr nach bestimmten Sachen. Eher lasse ich mich treiben mit der Gewissheit schon das Richtige zu entdecken. Letztes Jahr war es eine alte, funktionstüchtige Schreibmaschine. Andy, schreibt auf ihr viele Sachen für ihre kreativen Ideen. In diesem Jahr waren es zwei alte Wecker – eine Kienzle und einen Junghans! Beide zusammen, nach heftigen Verhandlungen für 8€, das muss hier einfach erwähnt werden! Ja, ich stehe auf so altes Zeug. Wie gesagt, letztes Jahr eine mechanische Schreibmaschine und in London einen alten Messingkompass und dieses Jahr diese zwei Wecker. Und was soll ich sagen, ich habe mich verliebt in sie! Beide funktionieren tadellos. Das Ticken der beiden gehört in die Rubrik der „geschützten Geräusche“ weil inzwischen vom Aussterben bedroht! Und eine „Klingelprobe“ hat mir etwas mechanisch unglaubliches präsentiert. Es beginnt mit einem leisen Ging-Gong das nach ein paar Sekunden intensiver wird bevor es in dem gefürchteten „Ringedingeding“ mündet. Beruflich habe ich auch mit Mechaniken zu tun – mir ist bewusst welche komplizierten Strukturen sich hinter dem …