Alle Artikel in: Fotografie

Einfach nur schön…

Heute war Flohmarkt in der Stadt! Ich suche schon längst nicht mehr nach bestimmten Sachen. Eher lasse ich mich treiben mit der Gewissheit schon das Richtige zu entdecken. Letztes Jahr war es eine alte, funktionstüchtige Schreibmaschine. Andy, schreibt auf ihr viele Sachen für ihre kreativen Ideen. In diesem Jahr waren es zwei alte Wecker – eine Kienzle und einen Junghans! Beide zusammen, nach heftigen Verhandlungen für 8€, das muss hier einfach erwähnt werden! Ja, ich stehe auf so altes Zeug. Wie gesagt, letztes Jahr eine mechanische Schreibmaschine und in London einen alten Messingkompass und dieses Jahr diese zwei Wecker. Und was soll ich sagen, ich habe mich verliebt in sie! Beide funktionieren tadellos. Das Ticken der beiden gehört in die Rubrik der „geschützten Geräusche“ weil inzwischen vom Aussterben bedroht! Und eine „Klingelprobe“ hat mir etwas mechanisch unglaubliches präsentiert. Es beginnt mit einem leisen Ging-Gong das nach ein paar Sekunden intensiver wird bevor es in dem gefürchteten „Ringedingeding“ mündet. Beruflich habe ich auch mit Mechaniken zu tun – mir ist bewusst welche komplizierten Strukturen sich hinter dem …

12tel Blick – Mai 2017

Und hier ist die Nr. 5 der 12 Blicke, dem Projekt von Tabea Heinicker! Aufgenommen am letzten Sonntag, dem heißesten 28. Mai in Baden Württemberg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen! Dieses Bild entstand kurz nach 7Uhr. Die Sonne hat sich schon den Weg in unsere 5 Täler gebahnt. Der Himmel ist blau, weit und breit ist keine Wolke zu sehen. Nur ganz hinten am Horizont etwas Dunst. Aktuell messen wir 20°. Das Thermometer wird heute noch auf 33°C ansteigen. Es ist zu heiß für alles! Normalerweise bin ich am Sonntag um diese Uhrzeit noch nicht auf den Beinen – aber meine Tochter ist mit ihrer Klassenstufe heute zur Studienfahrt nach Berlin gestartet – und meine liebe Frau hat mich ermutigt nicht weiterzuschlafen sondern endlich meinen „12tel Blick“ für den Mai aufzunehmen – Danke dafür!

„Hoch hinaus“ oder „Neue Perspektiven“

Kennt ihr das Gefühl, das man auf einer Aussichtsplattform, einem Berg oder beim Blick aus dem Flugzeug hat? Der Blick wandert ungehindert in die Ferne, kilometerweit, bis er sich am Horizont verliert. Das Sehen verändert sich. Man erblickt die Dinge aus einer neuen Perspektive. Wolken werden zu Schatten am Boden. Landschaften verschmelzen zu einer Farbpalette. Details verlieren sich. Vertrautes entdeckt man neu. Diese Faszination hat mich angetrieben näher über die Anschaffung einer Drohne nachzudenken. Durch die große Verbreitung in den letzten Jahren sind die Preise für Videodrohnen extrem gefallen und werden für die breite Masse attraktiver. Viele probieren das einfach mal aus und merken schnell, dass es doch nicht das Richtige ist, was wiederum das Angebot an gebrauchten Drohnen erweitert. Es sollte ein Copter sein, der unsere GoPro transportieren kann. Sie schneidet in allen Tests besser ab als alle integrierten Modelle. Unseren Startplatz hatten wir heute an die Wetterwarte Stötten gelegt. Ein schöner Platz mit Fernsicht bis Stuttgart. Durch die nach Westen offene Lage perfekt geeignet zum Drachensteigen (nicht nur im Herbst…). Die Gegend hier am Rande der …

Fotografische Entdeckungsreise: Nördlinger Türen

Türen – die Grenze zwischen Lebensräumen. Privatsphäre auf der einen Seite, Öffentlichkeit auf der anderen. Türen zeigen auch immer einen Teil davon, was hinter ihnen zu erwarten ist. Sie sind unser „Aushängeschild“ nach draußen… Offene Türen, verfallene Türen, kunstvoll verzierte oder einfach nur schlichte Türen. Schwere Türen, die nur mit Anstrengung zu bewegen sind und leichte Türen, die geradezu einladen sie zu öffnen! Im März hatte ich einige Wochen in Nördlingen zu tun. Meine Tätigkeit konzentrierte sich in einem Gewerbegebiet am Stadtrand. Die Mittagspause habe ich meist in der schönen Altstadt innerhalb der Stadtmauern verbracht. Neben vielen Möglichkeiten für einem kleinen Imbiss lädt der historische Stadtkern von Nördlingen zu Spaziergängen durch alte Gassen oder entlang der Stadtmauer ein. Dabei sind mir die schön restaurierten Häuser aufgefallen und später auch die meist originalen Türen in den alten Häusern. Das hat mich neugierig gemacht. Tatsächlich befinden sich auch in den älteren, verfallenen Häusern noch schöne alte Türen. Handwerkliche Meisterstücke aus längst vergangenen Zeiten, die noch darauf warten „aufgeweckt“ zu werden. Interessant sind die vielen kleinen Details an den …

Nördlinger Ries – Timelapse by BILDPAUSE

Ist das nun noch Fotografie oder schon Film? Timelapse – Zeitraffer – ich glaube die Methode  verschwimmt hier. Im Grunde wird fotografiert, am Ende steht aber ein Film. Während beim Filmen 25-50 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden sind es beim Timelapse-Video 1 Bild alle 0,5 bis 10 Sekunden, oder Minuten oder Stunden. Das hängt ganz vom gewünschten Ergebnis ab. Beim hier gezeigten Video waren es 1 Bild/sek über 30 Minuten. Am Ende waren 1.800 Bilder auf der Speicherkarte. Meine Aufnahmen entstanden mit einer GoPro 3 Black Edition. Die gibt´s im Vergleich zu den aktuellen Modellen wirklich günstig beim Auktionator deiner Wahl. Technisch erfüllt sie alle meine Anforderungen, warum also mehr bezahlen. Die Zeitrafferfunktion wird praktisch nur durch den Speicherplatz oder die Akkulaufzeit begrenzt! Ähnlich der Makrofotografie, die kleine Dinge ganz groß darstellt, ist es mit dieser Technik möglich langsame Veränderung oder Bewegung sichtbar und erlebbar zu machen. Wolken verändern sich, ziehen gemächlich durchs Bild. Eine Veränderung die beim Blick in den Himmel kaum wahrnehmbar ist. Und noch ein Aspekt ist interessant: in den 30min der …

12tel Blick – Februar 2017

Schon wieder ein Monat um?! Et voilà – ein zweiter Blick von mir! Aufgenommen am 10. Februar bei meiner LED-Stripes-Session… Ich wollte unbedingt ein Nachtbild in meiner Reihe (vielleicht werden es auch noch mehr). Die Nacht gehört genauso zu meinem Blick wie der Tag, Sonne, Regen, Nebel, Schnee. Nach den ersten Aufnahmen habe ich gemerkt, dass es dieses Mal nicht einfach wird! Unsere schöne Burgruine wird nachts angestrahlt von gelb/orangen Gasentladungslampen. So hell, dass man die bestimmt bis Stuttgart sehen kann. Und meine Mauerteile im Bild natürlich mittendrin im Lichtkegel. Das waren also zwei Hürden, die es zu nehmen galt! Die Erste: zu viel hell/dunkel-Kontrast! Hier habe ich mit einer Belichtungsreihe gearbeitet in der erst die Mauer und dann die Stadt optimal ausgeleuchtet wurden. Die habe ich als HDR zusammengefügt. Die Zweite: gelb/oranger Farbstich in einer Nachtaufnahme! Da ich grundsätzlich im RAW-Format aufnehme habe ich später die Möglichkeit die Farbtemperatur im Bild selbst zu bestimmen. Mit dem frischen Schnee auf der Mauer hatte ich auch die idealen „neutralgrauen“ Bereiche dafür! Zu technisch? Macht nichts, Hauptsache mein Bild gefällt …

„LED-Stripes“ am Helfenstein – 10. Februar 2017

„LED-Stripes“ – für gerade mal 10€ bekommt ihr beim Internet-Versender eures Vertrauens 2m davon mit Batteriefach und Steuerung. Das Ganze auf ein passendes Aluminiumprofil montiert (das vorher mattschwarz lackiert wird…) und fertig ist der Zeichenstab fürs Lichtmalen. Noch besser geeignet weil nicht so „batterieintensiv“ sind LED-Stripes mit USB-Anschluss! Die lassen sich perfekt mit einer Power-Bank betreiben, die bei Bedarf einfach wieder aufgeladen wird! Diese Aufnahmen sind am Abend des 10. Februar auf dem Helfenstein entstanden, einer Burgruine über Geislingen. Ein Regengebiet hatte noch einmal Schnee gebracht. Der Schneefall hat mir die Entscheidung noch mal rauzugehen nicht leicht gemacht. Gegen später brach noch der Vollmond durch die Wolken. Die Bedingungen waren nahezu perfekt! Mondlicht, das sich im frischen Schnee reflektiert… Die Aufnahmen wurden wieder 30sek belichtet mit F10 und ISO100, Manueller Fokus und deaktivierter ImageStabilizer am Objektiv sind obligatorisch. Die Aufnahmen entstanden mit einem Canon EFS 10-18mm. Ach ja, ihr fragt euch vielleicht was an der Brücke in die Kategorie „Lightpainting“ fällt? Hier habe ich mit einem „LED-Lenser“ (für die Älteren: „Taschenlampe“ – unglaublich stark) das Geländer komplett …

EXA I – die Kamera meines Vaters

Die Kamera meines Vaters bekam ich erst vor kurzem in die Hand, dank sehr aufmerksamer Menschen. Ich hatte die Idee, sie zu fotografieren. Die Kamera ist 50 Jahre alt, so wie ich. 50 Jahre technologische Entwicklung zwischen dem Objekt und meiner EOS 70D! Erst jetzt bemerke ich, wie viele Erinnerungen mit diesem Stück verbunden sind. Mein Vater hat sie 1964 gekauft. Die ersten Bilder entstanden in unserem Garten, meine Mutter, meine Schwestern, fotografiert auf ORWO-Diafilm. Die Kamera hat unsere Kindheit und Jugend begleitet. Sie war immer dabei: Geburt, Geburtstag, Einschulung, Hochzeit! Viele dieser Bilder habe ich inzwischen mit Lightroom restauriert. Und sie funktioniert immer noch, komplett mechanisch. Das Spannen der Feder für den Spiegel, das Drücken des Auslösers oder das Öffnen des Lichtschachts, alles sind vertraute Geräusche… Ich habe versucht mich dieser „Alten Dame“ respektvoll zu nähern, die Bilder befreit von Nebensächlichkeiten lenken sie den Blick auf schöne Details. Eine Besonderheit der Kamera war das Abdunkeln der Bilder zu den Rändern hin bei langen Brennweiten, heute wird das digital erzeugt. Genau so wie der hier durch das …

Lost Places – Beelitz

Die einstigen Lungenheilstätten und Sanatorien für Tuberkulosekranke in Beelitz–Heilstätten südlich von Berlin sind für Fotografen auf der Suche nach „Lost Places“ (Vergessene Plätze) ganz besondere Orte. Hier ist es möglich unwirklich anmutende Fotos auf einem verlassenen Klinikareal zu machen. Dabei entstehen, je nach Fotograf, die unterschiedlichsten Arbeiten.

365 Fototage – Ein Nachruf

Ich habe es nicht geschafft! Sich das einzugestehen ist die wohl bemerkenswerteste Erfahrung in diesem Projekt. Ich bin sehr froh mit dieser Einsicht denn so habe ich den Kopf wieder frei für neue Projekte, die mich im Moment mehr interessieren.