Alle Artikel in: Fotografie

12tel Blick – April 2018

Dieser Monat hatte es wirklich in sich! Jede Woche veränderte sich die Natur und etwa ab der Monatsmitte gab es eine regelrechte Farbexplosion! Was sich an Ostern angekündigt hatte fand nun seinen Höhepunkt, der Frühling ist in vollem Gange – wir sind im „Vollfrühling“ angekommen! Eigentlich eine schöne Sichtweise mit den zehn Jahreszeiten. Die werden meiner Serie „12tel Blick“, dem Projekt von Tabea Heinicker einfach besser gerecht. An den Blüten konnte ich nun auch die Obstsorten erkennen. Der erste Baum, vorne links ein Birnbaum! Der Baum schräg dahinter zur Bildmitte hin ist ein Apfelbaum Und in der Wiese gab es auch noch jede Menge zu entdecken… Die Straßen sind übersäht mit gelben Blütenstaub, die Allergiker erkennt man an den Schniefnasen, die Rasenmäher rattern wieder und neben dem süßen Fliederduft überzieht ein feiner Grillgeruch das Land! Nur eins fehlt in diesem Frühling überdeutlich – das Summen der Bienen in den Obstbaumblüten! Achtet mal darauf! Eine Initiative, die informiert und etwas gegen das Insektensterben tut unterstütze ich gern!  

Dresden – Alte Liebe rostet nicht

Vom 23. bis 25. März war ich – das erste mal seit vielen, vielen Jahren – wieder einmal in Dresden. Ich habe meine Frau begleitet und meine Schwiegermutter, die beide an einem Kalligraphie-Kurs teilgenommen haben. Ergebnisse und einen kleinen Beitrag gibt es hier! Die Idee war simpel, wir haben uns eine Ferienwohnung gemietet und während die Frauen an drei Tagen fleißig schreiben üben 😉  konnte ich die Stadt neu entdecken und viel fotografieren. Vor 35 Jahren war ich oft in Dresden. Meistens auf der Durchreise mit Freunden ins Elbi zum Boofen, manchmal auch länger zum Dixiland-Festival. Die Frauenkirche war damals noch ein Trümmerhaufen! In der Zwischenzeit habe ich viele andere Städte besucht. Eine wichtige Erkenntnis der Reise: so wie Dresden liegen die bekanntesten von ihnen immer an einem Fluss: London, Paris, Berlin, Prag, Budapest… Und Dresden hat schon bessere Zeiten in den Medien erlebt – nicht zu Recht wie ich meine! Die Dresdner  sind sehr stolz auf ihre Stadt. Die Frauenkirche steht symbolisch dafür. Erbaut aus alten Steinen (etwa 45%) und neuen Steinen erhebt sie sich wieder inmitten der Altstadt auf dem Neumarkt. Der …

sculptures of smoke – Meditation am Set

Vergänglichkeit, Ästhetik, Skulpturen, das Unsichtbare sichtbar machen… sind Begriffe, die mir zu diesen Bildern in den Sinn kommen! Sie sind Teil eines Low-Budget-Fotografietrainings im besten Sinne des Wortes: Schwarzer Hintergrund, Indische Räucherstäbchen und einen Systemblitz – mehr braucht es nicht dafür! Das Set ist schnell aufgebaut, am besten in einem zugluftfreien Raum. Rauchmelder im Raum sollten demontiert oder abgedeckt werden. Mein Set stand direkt unter einem… Das Räucherstäbchen wird ca. 1m vor den Hintergrund positioniert, die Kamera wenn möglich auch aufs Stativ. Den Abstand bestimmt die Objektivbrennweite. Der Blitz wird 90°zur Kamera positioniert. Später habe ich das auf ca. 100° korrigiert, da das Blitzlicht den Hintergrund gestreift hat. Den Blitz habe ich mit einer Fernsteuerung angesteuert. Das geht aber genau so gut über den Kamerablitz und die Slave-Funktion. Ich habe komplett im manuellen Modus gearbeitet. Mit ISO200 und f/8,0 für einen angemessenen Schärfentiefenbereich. Mit ein paar Probeaufnahmen habe ich mich an die passende Blitzleistung herangetastet. Am Ende hatte ich die volle Leistung zugunsten einer mittleren Blende.  Die Kamera war fest auf einem Stativ montiert so dass ich nur einmal manuell auf das Räucherstäbchen fokussieren musste. …

Mit Faltenbalg und Festbrennweite – Frühling im Studio

Fotos auf denen kleine und kleinste Dinge formatfüllend abgebildet werden finde ich ungemein faszinierend – aus zwei Gründen! Zum einen ist es die ungewohnte Sehweise verbunden mit einer ganz eigenen Ästhetik. Zum anderen ist die technische Umsetzung solcher Bilder nicht gerade trivial. Diesen Bereich der Fotografie nennt man Makrofotografie. Sie beginnt, wenn das fotografierte Objekt mindestens genau so groß auf dem Kamerasensor abgebildet wird wie in der Realität. Der Abbildungsmaßstab beträgt dann 1:1.  Ist das Objekt auf dem Sensor größer als in der Realität vergrößert sich der Maßstab. Die Leistung von Makro-Objektiven wird über diesen Maßstab gekennzeichnet. Mann kann also sagen: Je größer der Maßstab, desto leistungsfähiger und teurer ist das Objektiv! Beliebt sind in der Makrofotografie Pflanzenmotive und Insekten, die man insbesondere im Freien findet. Dort ist auch der natürliche Feind der Makrofotografie zu Hause: der Wind! Der lässt Blüten und Blätter schwanken, was bei einem Schärfentiefenbereich von wenigen Millimetern große Geduld und gute Nerven erfordert. Außerdem benötigen wir noch jede Menge Licht für kleine Blenden und kurze Verschlusszeiten. Ich habe mir heute den Frühling ins …

Black is beautiful – FiiO A5

Ganz schön edel kommt er daher, der portable Kopfhörerverstärker A5 von FiiO. Das Design ist ansprechend mit matter Oberfläche, wahlweise in Anthrazit oder Schwarz ist er etwas kleiner als ein Smartphone. Die klare Aufteilung der Anschlüsse und Schalter ermöglicht die Einhandbedienung in der Tasche – aber wer will dieses wertig verarbeitete Stück schon verstecken… FiiO hat sehr gute Komponenten verbaut die eine Klangverstärkung auf sehr hohem Niveau garantieren. Die Testergebnisse sind überragend. Ein weiterer Geniestreich aus dem Hause FiiO! So wollte ich ihn auch in Szene setzen, schlicht und auf das Wesentliche reduziert. Mattschwarz auf einer reflektierenden schwarzen Oberfläche. Ein paar Streif- und Spitzlichter, mehr braucht es nicht. Der leuchtend rote Ring am zentralen Element, dem Lautstärkeregler zieht den Blick auf sich… Der A5 ist universell einsetzbar, überall dort wo ein Audiosignal für in ears oder over ears verstärkt werden soll wie bspw. an Handys. Das Ausgangssignal kann qualitativ aber nie besser werden als das Eingangssignal. Wenn man nun den A5 anstelle von einem Handy mit einem Hi-Res Player wie dem FiiO X1 II kombiniert und MP3 mit geringer Auflösung durch verlustfreie …

„Herwart“ und der Himmel über Brandenburg

Am 29. Oktober 2017 fegte Sturmtief „Herwart“ über Europa. Wir waren an diesem Tag einen ganz lieben Menschen besuchen in Angermünde in der Fachklinik am Wolletzsee. Das liegt auf halber Strecke zwischen Berlin und Stettin, 15km westlich der Polnischen Grenze und 750km von unserer Heimat entfernt. Auf dem Weg dorthin fuhren wir von Berlin kommend durch Wandlitz – da war doch mal etwas…! Auf dem Klinikgelände am Wolletzsee steht das ehemalige Jagdhaus von Mielke! Ehrfurcht ergreift mich eher weniger wegen den Personen, die hier einmal jagen waren: Erich Honnecker, Leonid Breshnew, Nicolae Ceaușescu… Um das Jagdhaus wurde in den 1990er Jahren die Klinik gebaut und gibt den Menschen dort Arbeit und Genesung. Die Landschaft ist, sagen wir mal „ursprünglich“! Die Anreise verlief auf den letzten 5km über eine Betonplattenpiste durch den Wald, später am See entlang. Das Navi war der Meinung, dass dieser Weg der einzig Richtige sei, wir hatten erhebliche Zweifel daran, bis wir tatsächlich eine Bushaltestelle entdeckten die in Betrieb schien – irritierend! Von Herwart hatten wir hier nicht viel zu befürchten. Betroffen waren eher die …

Milna – Insel Brač, Kroatien

An diesem Abend wollten wir essen gehen. Ein Restaurant am Meer mit schönem Blick auf den Sonnenuntergang – eine Herausforderung, die Dank GoogleMaps nicht wirklich eine Herausforderung war! Sogar Fotos der Gerichte von der Speisekarte waren dort zu finden… Unsere Wahl viel auf das „Restoran Fontana„! Schöner Freisitz, gutes Essen, nette Bedienung – alles was wir uns gewünscht hatten! Bloß mit dem Sonnenuntergang am Tisch war das so eine Sache. Ich habe ihn einfach verpasst! Nach dem Essen sind wir gemütlich am Pier entlanggelaufen. Der war voll mit teuren Booten und gut gelaunten Menschen. Aus den Bars drang Musik und aus den Konobas duftete es herrlich nach Gegrilltem – irgendwie spüre ich das noch ganz genau, wenn ich die Bilder ansehe…

Ložišća – Insel Brač, Kroatien

Diesen malerischen Ort haben wir zufällig gefunden als wir von unserem Urlaubsort im Norden von Brac in den Westen gefahren sind, nach Milna. Die Straße führte von der Küste ins Inselinnere um später wieder an die Küste zu gelangen. Eine enge Straße, die sich zwischen den Hügeln hinauf wand – wirklich schnell konnte man hier nicht fahren, wozu auch… Die Sonne stand schon relativ flach, was die Landschaft in ein warmes Licht mit langen Schatten tauchte. Wir freuten uns auf unser Abendessen und den Besuch in Mirca. Und dann tauchte sie auf – hinter einer langen Kurve… Als erstes sahen wir diesen außergewöhnlichen Kirchturm und gleich danach den schönen Ort, der sich rechts und links die Hänge hinauf zog, klein und malerisch. Ich wollte anhalten und fotografieren fand aber keinen geeigneten Platz, bis auf einen. An dem fuhr ich vorbei in der Hoffnung näher dran noch einen besseren zu finden. Gab aber keinen besseren… Die Durchfahrt durch den Ort war abenteuerlich. Nahe beim Kirchturm war die Strasse auf 500m Länge so eng, dass nur eine Richtung …

Perspektivenwechsel – Geislingen schaut auf seine Aussichtspunkte!

Geislingen an der Steige… mit ihren fünf Tälern am Fuß der Schwäbischen Alb bietet meine Heimatstadt – fast ein bisschen eitel – jede Menge Aussichtspunkte auf sich. In meinem 12tel Blick würdige ich einen von ihnen im Besonderen, den Blick vom Helfenstein mit Teilen der Burgruine! Weitere interessante Blicke auf die Stadt gibt es vom Ödenturm, dem Ostlandkreuz, vom Tegelberg oder Michelsberg. Jeder ist besonders und zeigt eine andere Seite der Stadt. Unzählige weitere schöne Perspektiven finden sich auf  Wanderungen über Panoramawege oder am Albtrauf entlang, egal bei welchem Wetter. Aber wie sehen diese Aussichtspunkte aus der entgegengesetzten Richtung aus? Die Perspektive direkt aus der Stadt kennt jeder Geislinger und manche Besucher. Den Helfenstein überm Bahnhof oder das Ostlandkreuz  über der WMF. Wir sehen es täglich! Also habe ich die Perspektive verändert und bin in der Mitte der Stadt, im Stadtpark mit einer Drohne aufgestiegen und habe versucht, ein paar neue Perspektiven zu finden! Unterstütz wurde ich dabei tatkräftig von meinen Freunden bei „Zwiebel Studios„.

Einfach nur schön…

Heute war Flohmarkt in der Stadt! Ich suche schon längst nicht mehr nach bestimmten Sachen. Eher lasse ich mich treiben mit der Gewissheit schon das Richtige zu entdecken. Letztes Jahr war es eine alte, funktionstüchtige Schreibmaschine. Andy, schreibt auf ihr viele Sachen für ihre kreativen Ideen. In diesem Jahr waren es zwei alte Wecker – eine Kienzle und einen Junghans! Beide zusammen, nach heftigen Verhandlungen für 8€, das muss hier einfach erwähnt werden! Ja, ich stehe auf so altes Zeug. Wie gesagt, letztes Jahr eine mechanische Schreibmaschine und in London einen alten Messingkompass und dieses Jahr diese zwei Wecker. Und was soll ich sagen, ich habe mich verliebt in sie! Beide funktionieren tadellos. Das Ticken der beiden gehört in die Rubrik der „geschützten Geräusche“ weil inzwischen vom Aussterben bedroht! Und eine „Klingelprobe“ hat mir etwas mechanisch unglaubliches präsentiert. Es beginnt mit einem leisen Ging-Gong das nach ein paar Sekunden intensiver wird bevor es in dem gefürchteten „Ringedingeding“ mündet. Beruflich habe ich auch mit Mechaniken zu tun – mir ist bewusst welche komplizierten Strukturen sich hinter dem …