Alle Artikel in: Musik

Taylor Swift – Lanxess Arena Köln am 19. Juni 2015

Die Nordwest Zeitung schrieb am 21.06.2015 dazu: Köln Wenn bei Taylor Swift die Bühne abhebt, ist dies auch symbolisch zu sehen. 16 000 kreischende Fans feierten den US-Star beim Auftritt am Freitagabend in der Lanxess Arena in Köln. Mit dabei auch Hits wie „Shake it Off“, bei denen auch ihre Eltern mitsingen konnten. Und es auch taten. Mit einem Doppelpack-Konzert in Köln ist der US-Star an diesem Wochenende gleich zweimal in Deutschland zu sehen. Andere Länder gehen bei der „1989 World Tour“ dagegen leer aus. Mit lediglich acht Auftritten macht sich die 25-Jährige rar in Europa. Bevor die Welttournee in Nordamerika weitergeht, spielt Swift noch in den Niederlanden, Großbritannien und Irland. Nicht nur aus Deutschland waren deshalb die Fans – meist jung und weiblich – angereist, um ihrem Idol in Köln nahe zu sein. „16 Stunden aus Ungarn gefahren, um dich zu sehen“ war auf einem Plakat zu lesen. Hoch war auch der Aufwand für die Verkleidungen. Viele Mädchen hatten sich Lichterketten umgehängt und blinkten bunt wie amerikanische Weihnachtsbäume. Andere kamen im Cheerleader-Outfit oder hatten …

Nils Petter Molvær – Baboon moon

Wer bläst so schwer durch Raum und Zeit? Der Molvær ist’s, mit neuem Geleit! Und abermals mit einem von Grund auf renovierten Fusion-Ansatz. Seine Trompete und der Rock sollen es diesmal richten, genauer gesagt spaciger Prog-Rock. Um der Idee eine gewisse Legitimität abseits des Jazz zu verleihen, hat sich der Norweger den Madrugada-Drummer Erland Dahlen sowie Stian Westerhus, einen Gitarristen mit Bachelor der Middlesex University, ins Studio geladen. Wer ein wenig mit der musikalischen Geschichte von Nils Petter Molvær vertraut ist, der ahnt, dass auch „Baboon moon“ keine leichte Kost sein dürfte. Und es stimmt: Das drölfzehnte Album – wer mag bei diesem Backkatalog noch wirklich zählen wollen? – ist ein ziemlich zäher Brocken. Aber oft überwältigenden Materials! Die zentralen Stücke auf „Baboon moon“ sind jene drei, die weit ausholen und mit voller Wucht geradewegs ins Gesicht schlagen. Bei „Recoil“ und „Sleep with echoes“ semmelt die Percussion alles nieder, während die Gitarren um sich schratzen und sägen. Molvær versucht mit seiner Trompete ein Gegengewicht zu dieser übermächtigen Wall of Sound zu erzeugen, was ihm im …

Radiohead – Kid A

Das Album ist durch eine Abwendung von den gitarrenorientierten Rocksongs auf The Bends (1995) und OK Computer (1997) gekennzeichnet. Nach den mehrjährigen Tourneen zu „OK Computer“ beschloss die Band zusammen mit Produzent Nigel Godrich, einen anderen Zugang zur Musik zu finden. Resultat waren eine mehrjährige Produktionszeit und Songs, die wenig mit Songs im klassischen Sinne (Strophe-Refrain-Schema) zu tun haben. Auch die Instrumentierung war untypisch; Gitarren kommen selten zum Einsatz, ein prägendes Instrument sind dafür die Ondes Martenot. Im Vorfeld der Veröffentlichung wurde auf Werbemaßnahmen quasi komplett verzichtet, so gab die Band keinerlei Interviews, auch gab es keine Videos oder Single-Auskopplungen, stattdessen wurden Blips in Umlauf gebracht. Sowohl das amerikanische Musikmagazin Rolling Stone als auch das Online-Magazin Pitchfork Media wählten „Kid A“ zum besten Album der Jahre 2000-2009. Das Album wurde 2001 mit dem Grammy Award for Best Alternative Music Album ausgezeichnet. Quelle: Wikipedia Trackliste: Everything In Its Right Place (4:11) Kid A (4:44) The National Anthem (5:48) How To Disappear Completely (5:55) Treefingers (3:42) Optimistic (5:16) In Limbo (3:31) Idioteque (5:08) Morning Bell (4:28) Motion …

Music – neue Kategorie

Zur Musik bin ich mit ungefähr 14 Jahren gekommen. Das war in den späten Siebzigern, so genau weiß ich das nicht mehr. – In dieser Zeit hatte ich die ersten Kontakte mit Alben von Genesis, Pink Floyd, YES und anderen. Später mit King Crimson, Tangerine Dream, Eloy aber auch Al Jarreau und George Benson. Im grauen Alltag der Sinnsuche Heranwachsender haben wir diese Musik eingesogen wie Drogen. Auf den Plattenspielern unserer Eltern mit Platten, die illegal über „Plattenringe“ in die DDR kamen. Diese Zeit war magisch! Das Prinzip „Plattenring“ war einfach. Besser man wusste nicht woher die Alben stammten und wie sie in die DDR gekommen waren. Die Platten waren neu und original eingeschweißt. Öffnen bedeutete Kauf. Die Preise zwischen 80 und 120 DDR-Mark waren astronomisch! Manche Platten waren nicht mehr eingeschweißt. Die wurden dann mit abenteuerlicher, oft selbst gelöteter Kabeltechnik auf Kassetten kopiert („überspielen“ nannten wir das damals…). Und Kassetten mit 90min Spielzeit, mit Platz für zwei Alben waren genau so selten und die von ORWO, die Einzigen in der DDR, von übler Qualität und total überteuert. Es gibt Alben, die begleiten mich seit …