Autor: Thomas

12tel Blick – Juni 2017

Die Nr. 6 der 12 Blicke, dem Projekt von Tabea Heinicker aufgenommen am 23. Juni gegen 23Uhr! Haaaalbzeit! Ein Grund zum feiern und „mein Blick“ feiert mit! Wie jedes Jahr verabschiedet sich der Frühling aus Geislingen mit dem Frühlingsfest und macht Platz für den Sommer. Es ist Johanni, die Zeit der Sommersonnenwende. Eine besondere Zeit im religiösen Sinn aber auch für die Landwirte. An einigen Orten auf der Schwäbischen Alb werden riesige Sonnenwendfeuer entfacht, auch bei uns ganz in der Nähe. Auf der Burgruine Helfenstein sind heute Abend an die achtzig Menschen und wollen das Feuerwerk vom Frühlingsfest ansehen. Ich komme gerade noch rechtzeitig um mit einem großen Stativ meinen genauen „Blickpunkt“ einzunehmen. Die Perspektive ist atemberaubend! Durch das extreme Weitwinkelobjektiv (12mm) wirkt das Feuerwerk eher „zierlich“. Deshalb habe ich, nachdem ich „meinen Blick“ im Kasten hatte das Objektiv gewechselt und noch ein paar Bilder vom Feuerwerk gemacht. Viel Spaß damit!

12tel Blick – Mai 2017

Und hier ist die Nr. 5 der 12 Blicke, dem Projekt von Tabea Heinicker! Aufgenommen am letzten Sonntag, dem heißesten 28. Mai in Baden Württemberg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen! Dieses Bild entstand kurz nach 7Uhr. Die Sonne hat sich schon den Weg in unsere 5 Täler gebahnt. Der Himmel ist blau, weit und breit ist keine Wolke zu sehen. Nur ganz hinten am Horizont etwas Dunst. Aktuell messen wir 20°. Das Thermometer wird heute noch auf 33°C ansteigen. Es ist zu heiß für alles! Normalerweise bin ich am Sonntag um diese Uhrzeit noch nicht auf den Beinen – aber meine Tochter ist mit ihrer Klassenstufe heute zur Studienfahrt nach Berlin gestartet – und meine liebe Frau hat mich ermutigt nicht weiterzuschlafen sondern endlich meinen „12tel Blick“ für den Mai aufzunehmen – Danke dafür!

„Hoch hinaus“ oder „Neue Perspektiven“

Kennt ihr das Gefühl, das man auf einer Aussichtsplattform, einem Berg oder beim Blick aus dem Flugzeug hat? Der Blick wandert ungehindert in die Ferne, kilometerweit, bis er sich am Horizont verliert. Das Sehen verändert sich. Man erblickt die Dinge aus einer neuen Perspektive. Wolken werden zu Schatten am Boden. Landschaften verschmelzen zu einer Farbpalette. Details verlieren sich. Vertrautes entdeckt man neu. Diese Faszination hat mich angetrieben näher über die Anschaffung einer Drohne nachzudenken. Durch die große Verbreitung in den letzten Jahren sind die Preise für Videodrohnen extrem gefallen und werden für die breite Masse attraktiver. Viele probieren das einfach mal aus und merken schnell, dass es doch nicht das Richtige ist, was wiederum das Angebot an gebrauchten Drohnen erweitert. Es sollte ein Copter sein, der unsere GoPro transportieren kann. Sie schneidet in allen Tests besser ab als alle integrierten Modelle. Unseren Startplatz hatten wir heute an die Wetterwarte Stötten gelegt. Ein schöner Platz mit Fernsicht bis Stuttgart. Durch die nach Westen offene Lage perfekt geeignet zum Drachensteigen (nicht nur im Herbst…). Die Gegend hier am Rande der …

12tel Blick – April 2017

Wie die Zeit vergeht, schon der Vierte in Reihe der 12 Blicke, dem Projekt von Tabea Heinicker! In diesem Monat war wirklich alles dabei – Sonne, Regen, Hagel, Schnee, Sturm und Gewitter, tiefes Grau und leuchtendes Blau, chillen bei 25°C und frieren bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. April eben! Welches Bild ist dann aber typisch für diesen Monat? Mein Bild ist am 23. April entstanden, wieder am Nachmittag. Es ist in der Sonne sogar mild und die Wolken ziehen am Himmel vorüber… Tatsächlich gibt es eine Konstante in diesem Monat! Es wurde jeden Tag ein bisschen Grüner. Der Frühling von seiner besten Seite! Im Städtchen erkennt man gut die grüne Fläche, die Hänge des Albtraufs arbeiten noch daran sind aber spätestens im nächsten „Blick“ dann auch so weit! Die Wolken an diesem Tag haben mich so fasziniert, dass ich noch ein kleines Timelapse-Video gemacht habe. Dieses mal von der Terrasse unseres Hauses.

Fotografische Entdeckungsreise: Nördlinger Türen

Türen – die Grenze zwischen Lebensräumen. Privatsphäre auf der einen Seite, Öffentlichkeit auf der anderen. Türen zeigen auch immer einen Teil davon, was hinter ihnen zu erwarten ist. Sie sind unser „Aushängeschild“ nach draußen… Offene Türen, verfallene Türen, kunstvoll verzierte oder einfach nur schlichte Türen. Schwere Türen, die nur mit Anstrengung zu bewegen sind und leichte Türen, die geradezu einladen sie zu öffnen! Im März hatte ich einige Wochen in Nördlingen zu tun. Meine Tätigkeit konzentrierte sich in einem Gewerbegebiet am Stadtrand. Die Mittagspause habe ich meist in der schönen Altstadt innerhalb der Stadtmauern verbracht. Neben vielen Möglichkeiten für einem kleinen Imbiss lädt der historische Stadtkern von Nördlingen zu Spaziergängen durch alte Gassen oder entlang der Stadtmauer ein. Dabei sind mir die schön restaurierten Häuser aufgefallen und später auch die meist originalen Türen in den alten Häusern. Das hat mich neugierig gemacht. Tatsächlich befinden sich auch in den älteren, verfallenen Häusern noch schöne alte Türen. Handwerkliche Meisterstücke aus längst vergangenen Zeiten, die noch darauf warten „aufgeweckt“ zu werden. Interessant sind die vielen kleinen Details an den …

Ken Follett – Winter der Welt

Inhalt (audible.de) Der Krieg ist vorbei. Doch der Friede ist trügerisch. In Deutschland verspricht der Führer dem Volk eine große Zukunft. In den USA kämpft der Präsident gegen die Folgen der Weltwirtschaftskrise. Und in Russland zerbricht die Hoffnung der Revolution unter dem Terror der Bolschewisten. Der zweite Teil von Folletts großer Jahrhundert-Saga erzählt eine Geschichte von Heldentum und Tragödie, Anpassung und Widerstand, Liebe und Hass. Während sich die einen in Verblendung und Schuld verstricken, werden den anderen die Augen geöffnet für das Unmenschliche, das im Namen der Ideologie geschieht. Meine Meinung Wie im vorangegangenen Teil wurde die gekürzte Lesung (Sprecher: Johannes Steck) auf 12 CD´s untergebracht. Die ungekürzte Lesung (Sprecher: Philipp Schepmann) kommt wieder auf knapp 36 Stunden und das Buch hat einen Umfang von rund 1000 Seiten. Die Geschichte schließt personell, in den Ereignissen und Schauplätzen an den Inhalt des ersten Teils an. Die Schauplätze der Story sind wieder Deutschland, USA, Großbritannien und die UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken…) Sehr gut gelingt Ken Follett die Illustration und Verknüpfung der geschichtlichen Ereignisse ohne parteilich zu werden für eine bestimmte Nation …

12tel Blick – März 2017

Und hier ist die Nummer „3“ im Reigen der 12 Blicke, dem Projekt von Tabea Heinicker! Gar nicht so einfach, in diesem Monat ein Bild zu finden welches sich von den anderen abhebt. Entweder war der Himmel grau und verregnet oder strahlend Blau. Die wollte ich mir aber für den Sommer aufheben 😉 Dieses Bild ist am 11. März entstanden am späten Nachmittag. Wir hatten den ganzen Tag bestes Frühlingswetter mit strahlendem Sonnenschein. Am Nachmittag waren wir im Autal bei Bad Überkingen. Danach bin ich noch auf einen Abstecher zum Helfenstein. Der Ausblick war einfach phänomenal: die Sonne am Untergehen und der Himmel aufgebaut in verschiedenen Schichten und Fernsicht fast bis Stuttgart… Viele Teilnehmerinnen dieses Projekt zeigen auch noch viel von den Locations ihrer „Blicke“ Das gefällt mir sehr und ich habe die Idee bei diesem Shooting einmal aufgegriffen. Währen meiner Aufnahmen habe ich eine GoPro auf einem Panoramakopf mitlaufen lassen. Den habe ich auf 360° in 30 Minuten programmiert. Die Kamera hat jede Sekunde ein Bild gemacht. Die Bilder habe ich zu einem Timelapse-Film …

„Auf den 2ten Blick“ – 11. März 2017

Es gehört zum Begriff des Spazierengehens, dass man keinen ernsthaften Zweck damit verbindet. Wilhelm von Humboldt Das ist wirklich nicht einfach – man überlegt sich ein Ziel, möchte etwas ansehen oder erkunden oder wie wir: eine Botschaft hinterlassen. Man hat schließlich nicht viel Zeit übrig für den Spaziergang – es ist noch so viel zu erledigen. Da tut man alles für ein optimales Ergebnis! Unser Bild scheint nun unser ganzes Dilemma einzufangen. Das macht wirklich nicht viel her! Doch tritt man ein paar Schritte zurück entfaltet sich das Erlebnis unseres heutigen Spaziergangs. Es hängt in einer Schutzhütte im Autal bei Bad Überkingen. Das ist bekannt als einer der wenigen Standorte in Deutschland mit überdurchschnittlichen Bestand an Märzenbechern. Ein weißer Teppich von Frühling. Dieses Schauspiel sehen sich Jahr für Jahr tausende Besucher an. Bei dem schönen Wetter heute war der Ansturm eher verhalten. Und viele von ihnen kommen Jahr für Jahr, aus Gewohnheit, um den Frühling zu begrüßen? Wer weiß das schon! – Ich glaube keiner der Spaziergänger hier verbindet einen ernsthaften Zweck mit seiner Anwesenheit – …

Nördlinger Ries – Timelapse by BILDPAUSE

Ist das nun noch Fotografie oder schon Film? Timelapse – Zeitraffer – ich glaube die Methode  verschwimmt hier. Im Grunde wird fotografiert, am Ende steht aber ein Film. Während beim Filmen 25-50 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden sind es beim Timelapse-Video 1 Bild alle 0,5 bis 10 Sekunden, oder Minuten oder Stunden. Das hängt ganz vom gewünschten Ergebnis ab. Beim hier gezeigten Video waren es 1 Bild/sek über 30 Minuten. Am Ende waren 1.800 Bilder auf der Speicherkarte. Meine Aufnahmen entstanden mit einer GoPro 3 Black Edition. Die gibt´s im Vergleich zu den aktuellen Modellen wirklich günstig beim Auktionator deiner Wahl. Technisch erfüllt sie alle meine Anforderungen, warum also mehr bezahlen. Die Zeitrafferfunktion wird praktisch nur durch den Speicherplatz oder die Akkulaufzeit begrenzt! Ähnlich der Makrofotografie, die kleine Dinge ganz groß darstellt, ist es mit dieser Technik möglich langsame Veränderung oder Bewegung sichtbar und erlebbar zu machen. Wolken verändern sich, ziehen gemächlich durchs Bild. Eine Veränderung die beim Blick in den Himmel kaum wahrnehmbar ist. Und noch ein Aspekt ist interessant: in den 30min der …

12tel Blick – Februar 2017

Schon wieder ein Monat um?! Et voilà – ein zweiter Blick von mir! Aufgenommen am 10. Februar bei meiner LED-Stripes-Session… Ich wollte unbedingt ein Nachtbild in meiner Reihe (vielleicht werden es auch noch mehr). Die Nacht gehört genauso zu meinem Blick wie der Tag, Sonne, Regen, Nebel, Schnee. Nach den ersten Aufnahmen habe ich gemerkt, dass es dieses Mal nicht einfach wird! Unsere schöne Burgruine wird nachts angestrahlt von gelb/orangen Gasentladungslampen. So hell, dass man die bestimmt bis Stuttgart sehen kann. Und meine Mauerteile im Bild natürlich mittendrin im Lichtkegel. Das waren also zwei Hürden, die es zu nehmen galt! Die Erste: zu viel hell/dunkel-Kontrast! Hier habe ich mit einer Belichtungsreihe gearbeitet in der erst die Mauer und dann die Stadt optimal ausgeleuchtet wurden. Die habe ich als HDR zusammengefügt. Die Zweite: gelb/oranger Farbstich in einer Nachtaufnahme! Da ich grundsätzlich im RAW-Format aufnehme habe ich später die Möglichkeit die Farbtemperatur im Bild selbst zu bestimmen. Mit dem frischen Schnee auf der Mauer hatte ich auch die idealen „neutralgrauen“ Bereiche dafür! Zu technisch? Macht nichts, Hauptsache mein Bild gefällt …