Reise
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„Ans Meer“ – Weston-super-Mare – 26. August 2016

Weston-super-Mare ist ein englischer Ferienort am Bristolkanal in North Somerset. Der Ort ist für seine Sandstrände bekannt, obwohl die See bei Ebbe bis zu 1,5 km entfernt sein kann…

…Also planen wir unseren Besuch so, dass wir bei „Hochwasser“, also dem höchsten Pegel der Gezeiten am Strand ankommen. Das  gelingt uns nur bedingt, da hunderte Engländer den gleichen Plan verfolgen. Die Erfahrungen der Parkplatzsuche an Nord- und Ostsee, Adria und Mittelmeer erweisen sich hier als wenig hilfreich – geparkt wird nicht auf überteuerten Parkplätzen im Bereich der Uferpromenade sondern direkt am Strand – das Meer befindet sich indes längst auf dem Rückweg. Eingewiesen vom freundlichen Park-Personal ist mir diese Fahrt über den feuchten Sandstrand befremdlich. Die Gastfreundschaft geht so weit, dass wir einen Platz in der ersten Reihe bekommen – Direktblick aufs weichende Meer… Die Besucher rechts und links von unserem Parkplatz vergeuden ihre Zeit nicht mit der Suche nach einem schönen Liegeplatz am Strand, sie entfalten ihr Strandmobiliar direkt beim Fahrzeug – das Meer zieht sich weiter zurück! Wir finden einen schönen Platz nahe der Dünen. Hier zeigt sich die jahrelange Ostsee-Erfahrung als absolut hilfreich. Nach all der Anstrengung nun ein kleines Nickerchen – das wäre toll! Die Sonne scheint warm, der Platz ist ideal dafür, so weit im Norden muss man es mit dem Sonnenschutz auch nicht so genau nehmen. Der Schlaf hat mich erfrischt. Ich setze mich auf und schau mich um. Irgendwas passt nicht! – Keiner ist im Wasser! Wasser? Das ist inzwischen mindestens einen Kilometer von uns entfernt. Wir laufen später noch dorthin. Das was wir sehen ist eine braune Brühe die gerade mal die Füße umspült. Wir sind 30min gelaufen von unserem Liegeplatz und müssten mindestens noch 30min durchs Wasser waten bis wir einigermaßen schwimmen könnten! Weston-super-Mare – hierher fährt man „ans Meer“, hier fährt man nicht zum Baden…

Weston-super-Mare

4 Kommentare

  1. Jedes Bild ein Kunstwerk!

    Und beim Betrachten und Nachdenken kommt die Frage, warum wirkt die Möwe nur in der Bildmitte? Gegen die Regel?

    Vielen Dank fürs Mitnehmen und die Impressionen.

    Herzliche Grüße Lutz

  2. Thomas Klawitter
    Thomas Klawitter sagt

    Da hat sich doch ein redaktioneller Revisionsfehler eingeschlichen… Ich bitte vielmals um Entschuldigung dafür! Er ist korrigiert und nun macht auch der zweite Abschnitt ein bisschen mehr Sinn!

  3. Jürgen sagt

    Wieder mal eine amüsante Geschichte. Tja die Engländer sind halt einfach etwas anders als die anderen.

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