Monate: Dezember 2015

Bildpause wünscht Frohe Weihnachten

Die helle Welt des Josef Heeg Josef Heeg war guter Dinge an dem Tag, als ihm die Sache mit den Rumänen widerfuhr. Er hatte seine alte Mutter in Aschaffenburg besucht, in einem Gasthof Spätzle mit Schmelz gegessen und dazu ein Bier getrunken. Eine gute Glücksgrundlage. Jetzt war er unterwegs nach Hause, mit seinem grauen Renault auf der Autobahn 3 in Richtung Osten. Heeg lebt in Waldbüttelbrunn in Unterfranken, Ausfahrt Helmstadt. Als Heeg abfuhr, war es schon dunkel. In der Kurve, auf dem Seitenstreifen, sah er Warnblinker aufleuchten. Ein Kleinlaster mit fremdem Kennzeichen. Es war der 22. Dezember 2013, sechs Uhr abends. Josef Heeg, 60 Jahre alt, Sonderschullehrer in Frühpension, hätte weiterfahren können. Doch Heeg – der selten schneller fährt als hundert Stundenkilometer, weil ihn die Eile in der Welt ein wenig graust – hielt an. Als er ausstieg, standen da drei Männer um die 50 und unterhielten sich in einer Sprache, die er nicht verstand. Heeg fragte sie auf Englisch, ob er helfen könne. Die drei Männer sagten, ihr Wagen habe einen Getriebeschaden. Sie seien Handwerker …